Deutschlands WM-„Geist“ Kai Havertz begrüßt die Konkurrenz durch Undav
Arsenal-Stürmer Kai Havertz sieht in Deniz Undav keinen Konkurrenten um seinen Platz in der deutschen Startelf bei der Weltmeisterschaft 2026.
„Ich freue mich sehr, dass er hier ist“, sagte Havertz über den Stuttgarter Angreifer Undav, der bei dem Turnier bereits drei Tore in zwei Einsätzen als Einwechselspieler erzielt hat.
„Wir haben Deniz gebraucht, zuletzt gegen die Elfenbeinküste, als er das Siegtor für uns geschossen hat“, erklärte Havertz der Zeitung Die Zeit am Mittwoch.
Da Deutschland als Gruppensieger der Gruppe E bereits für die Runde der letzten 32 qualifiziert ist, könnte Bundestrainer Julian Nagelsmann im letzten Gruppenspiel gegen Ecuador am Donnerstag in New Jersey rotieren. Einige Beobachter fordern bereits, dass Undav einen Platz in der Startelf erhalten sollte.
Havertz, der beim 7:1-Auftaktsieg gegen Curaçao einen Doppelpack erzielte, betonte jedoch, dass beide gemeinsam spielen könnten.
„Wir können sehr gut zusammen spielen – entweder ich hinter ihm oder an seiner Seite. Ich freue mich über jeden Mitspieler, der Leistung bringt. Wir sind ein Team“, sagte der 27-Jährige.
Als Vizekapitän übernimmt Havertz eine wichtige Führungsrolle innerhalb der Mannschaft. Dennoch sieht er sich nicht als einen der älteren Spieler im Kader.
„Ich bin nicht der Typ, der vor einem Spiel laut herumschreit. Dafür haben wir andere Führungsspieler – Joshua Kimmich, Antonio Rüdiger und auch Pascal Groß“, erklärte er. „Sie sind alle über 30. Ich sehe mich eher in derselben Altersgruppe wie Florian Wirtz und Jamal Musiala. Trotzdem möchte ich Verantwortung übernehmen, besonders wenn es für uns nicht gut läuft.“
Da Havertz in der Premier League spielt, steht er in Deutschland nicht so stark im Rampenlicht wie einige seiner Teamkollegen aus der Bundesliga. Seiner Meinung nach führt das dazu, dass seine Leistungen manchmal unterschätzt werden.
„Das war zeitweise auch bei Toni Kroos und Ilkay Gündoğan der Fall, die viele Jahre im Ausland gespielt haben“, sagte der ehemalige Spieler von Bayer Leverkusen.
Der Torschütze der Champions-League-Endspiele 2021 und 2026 verriet außerdem seine persönliche Strategie im Angriffsspiel.
„Die Verteidiger sollen niemals wissen, wo ich bin, wohin ich gehe, was ich vorhabe oder wo ich im nächsten Moment auftauche. Das ist das Schlimmste für sie. Ich versuche, für die Verteidiger wie ein Geist zu sein“, erklärte Havertz.
Mit dieser unberechenbaren Spielweise hat sich Havertz zu einer wichtigen Figur im deutschen Team entwickelt und hofft nun, Deutschland bei der Weltmeisterschaft zu weiteren Erfolgen zu führen.
