Kovač nach dem Superpokal: „Die zweite Halbzeit war richtig gut“
Niko Kovač hat nach dem intensiven Superpokal-Duell gegen den FC Bayern München die Leistung seiner Mannschaft ausführlich eingeordnet. Der Dortmunder Trainer zeigte sich trotz der schwierigen ersten Halbzeit vor allem mit der Reaktion nach der Pause zufrieden. Seine Analyse machte deutlich, dass Dortmund vor allem durch eigene Fehler früh unter Druck geriet, sich anschließend aber deutlich steigerte.
„Es war ein intensives Spiel von beiden Mannschaften. Es gab Chancen auf beiden Seiten“, erklärte Kovač nach der Partie. Dortmund sei ordentlich in die Begegnung gekommen, habe den Bayern anschließend jedoch durch einige Fehler geholfen, stärker zu werden. Dadurch musste die Mannschaft phasenweise sehr viel verteidigen und konnte ihr eigenes Spiel nicht konsequent durchsetzen.
Besonders bitter war für Kovač der Zeitpunkt des zweiten Gegentors. Die Bayern nutzten ihre Möglichkeiten kurz vor der Halbzeit und gingen mit einem komfortableren Vorsprung in die Kabine. „Ärgerlich war das zweite Tor vor der Pause in der Nachspielzeit“, sagte der Trainer. Aus seiner Sicht hätte ein 0:1 zur Halbzeit eine völlig andere Ausgangslage geschaffen.
„Wenn man mit 0:1 in die Halbzeit geht, hat man in unserem Stadion die Chance wiederzukommen“, betonte Kovač. Genau diese Möglichkeit wollte Dortmund nach dem Seitenwechsel unbedingt nutzen.
Und tatsächlich präsentierte sich die Mannschaft in der zweiten Halbzeit deutlich mutiger. Dortmund erhöhte das Risiko, gewann mehr Ballbesitz und setzte Bayern wesentlich stärker unter Druck. Kovač hob diese Reaktion ausdrücklich hervor: „Die zweite Halbzeit war richtig gut. Da sind wir mehr Risiko gegangen. Wir hatten mehr den Ball, waren gefährlicher, waren aggressiver.“
Damit zeigte die Partie zwei unterschiedliche Gesichter der Dortmunder Mannschaft. Während Bayern in der ersten Hälfte von Dortmunder Fehlern profitierte und die Kontrolle über wichtige Phasen übernahm, entwickelte sich nach der Pause ein wesentlich offeneres und intensiveres Spiel.
Für Kovač ist die Reaktion seiner Mannschaft dennoch ein wichtiger Ansatzpunkt. Die Leistungssteigerung nach der Halbzeit zeigt, dass Dortmund gegen einen starken Gegner durchaus in der Lage ist, mutig aufzutreten und Bayern vor Probleme zu stellen. Gleichzeitig bleibt die Erkenntnis, dass Fehler auf diesem Niveau sofort bestraft werden können.
Die Aussagen des Trainers dürften deshalb auch für die kommenden Aufgaben wichtig sein. Dortmund muss lernen, über 90 Minuten konzentriert zu bleiben und vor allem defensive Fehler in entscheidenden Momenten zu vermeiden. Die zweite Halbzeit hat Kovač jedoch gezeigt, dass seine Mannschaft die nötige Intensität und Offensivqualität besitzt, um selbst gegen Bayern Druck aufzubauen.