„Ich habe das Spiel wirklich für den FC Bayern München manipuliert“ – hat Daniel Schlager das tatsächlich gesagt?
Nach dem packenden Franz-Beckenbauer-Supercup zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München sorgt eine Szene aus der Schlussphase für heftige Diskussionen. Dortmund verlor das Duell am Samstagabend mit 1:2, doch besonders die Rote Karte gegen Ramy Bensebaini in der 90. Minute beschäftigt die Fans.
Schiedsrichter der Partie war Daniel Schlager, der vom DFB für das prestigeträchtige Duell angesetzt worden war. In der entscheidenden Szene stoppte Bensebaini den eingewechselten Bayern-Spieler Ismael Saibari mit einem harten Foul. Schlager zeigte unmittelbar die Rote Karte. Offizielle Spielberichte bestätigen den Platzverweis.
Die Entscheidung sorgte unmittelbar für Diskussionen. BVB-Sportdirektor Ole Book kritisierte die Rote Karte nach dem Spiel als sehr hart. Auch Bayern-Kapitän Joshua Kimmich räumte ein, dass man die Szene unterschiedlich bewerten könne und auch eine Gelbe Karte denkbar gewesen wäre.
Dortmund war zu diesem Zeitpunkt nur noch wenige Minuten vom möglichen Ausgleich entfernt. Nach einem 0:2-Rückstand durch Nathaniel Brown und Michael Olise hatte Fabio Silva in der 75. Minute auf 1:2 verkürzt. Kurz vor dem Ende bot sich Maximilian Beier sogar eine große Chance zum Ausgleich, doch sein Abschluss ging über das Tor.
Wichtig ist allerdings: Für die im Ausgangstext behauptete Aussage, Schlager habe das Spiel „für den FC Bayern München manipuliert“ oder seine Entscheidung ausdrücklich bereut, gibt es derzeit keine belastbare Bestätigung aus offiziellen Quellen oder seriösen Berichten. Eine solche Aussage sollte deshalb nicht als Tatsache dargestellt werden.
Die Kontroverse dürfte dennoch weitergehen. Gerade weil die Entscheidung in einer ohnehin dramatischen Schlussphase fiel, werden Fans die Szene noch ausführlich diskutieren. Fakt ist: Bayern gewann 2:1 und sicherte sich damit den ersten Titel der neuen Saison. Für Dortmund blieb dagegen vor allem die bittere Erkenntnis, dass ein Comeback nur wenige Minuten entfernt war.